#hackzurich: Zürich als pulsierende Tech-Stadt
04.10.2015
Wer das etwas behäbige Startup-Zürich kennt, traut an diesem Wochenende seinen Augen kaum: Tag und Nacht coden Entwickler an Apps, brainstormen über kreative Ideen und diskutieren Businessmodelle.
An Europas grösstem Hackathon, dem HackZurich, kommen an diesem Wochenende Entwickler aus aller Welt zusammen, die an einem Wochenende in kleinen Gruppen eine Idee entwickeln und diese auch gleich in einem Prototypen umsetzen. Diverse Grossfirmen und Startups stellen Schnittstellen zur Verfügung, damit mit ihren Daten gearbeitet werden kann, aber es werden auch viele eigene Ideen umgesetzt.
Es ist faszinierend und inspirierend zu beobachten, wie fokussiert die Developer an einer Idee coden und dafür zwei Nächte praktisch ohne Schlaf durcharbeiten. Dieser Hacker-Spirit tut Zürich unglaublich gut: Eindrücklich führt der HackZurich vor Augen, dass es eben nur eine Idee und den Willen braucht, diese auch umzusetzen. Weder müssen Luftschlösser gebaut werden noch bedarf es den modernsten USM-Möbel im Office - eine Sitzgelegenheit, Wifi, Strom und etwas Verpflegung reichen. Kreativität entspringt nicht dem Überfluss, sondern der bewussten Fokussierung auf ein Problem und vielleicht auch einer Portion Pain. Auf dem kalten Steinboden schläft sich nicht besonders gut, dafür codet man früher weiter.
Es verwundert denn auch nicht, dass die üblichen Investoren, die dann doch nicht investieren, nicht anwesend sind, sondern sich eine bunt gemischte Truppe aus 500 Hackern mit einem ganz anderen Mindset zusammengefunden haben: Sie wollen ein (Kunden-)Problem identifizieren, dieses mit einem innovativen Ansatz lösen und auch gleich bauen. Nach nur 40 Stunden steht ein Prototyp, mit dem man bereits überprüfen kann, ob die entwickelte App ein Kundenbedürfnis löst und funktioniert.
Der Hackathon ist für Zürich eine riesige Bereicherung. Das Team rund um Rasmus und Jonathan hat auch bei der zweiten Ausgabe des HackZurich Grosses geleistet und trägt viel dazu bei, dass in Zürich eine gute Startup-Szene entsteht. Auf dass der Hacker-Spirit auch nach dem Event in Zürich bleibt!