The Vibe VC: Startup-Investments im Vibe-Code-Zeitalter
25.04.2026
Die meisten Frühphasen-Startups werden noch immer entlang eines Pitch Decks beurteilt. Dieses Format hat sich nicht ohne Grund etabliert: Es schafft Ordnung, ermöglicht Vergleichbarkeit und bringt komplexe Ideen in eine erzählbare Form. Und trotzdem wird zunehmend sichtbar, dass genau dieses "Pitch Deck Theater" in einer Welt, in der Produkte in kürzester Zeit entstehen und iterativ weiterentwickelt werden, nur noch einen Ausschnitt der Realität abbildet.
Aus dieser Beobachtung heraus ist The Vibe VC entstanden. Bewusst nicht als klassischer Fund, sondern als Experiment mit einer klaren These: Early-Stage Investing gehört näher dorthin, wo heute tatsächlicher Wert entsteht: Ins Produkt selbst.
Der Ausgangspunkt war eine einfache Überlegung. Immer mehr Startups entstehen nicht mehr aus langen Planungsphasen, sondern aus direkter Umsetzung. Ideen werden gebaut, getestet, verworfen und neu gedacht, häufig innerhalb weniger Tage. Dieser Wandel ist fundamental.
Gleichzeitig hat sich die Art und Weise, wie Startups bewertet werden, kaum verändert. Noch immer dominiert das Pitch Deck. Das funktioniert grundsätzlich, blendet aber genau jene Aspekte aus, die heute besonders aussagekräftig wären.
Mit The Vibe VC drehen wir deshalb die Perspektive bewusst um
Anstatt primär auf Narrative zu fokussieren, richten wir den Blick auf das, was bereits existiert: auf Repositories, auf den aktuellen Zustand des Produkts, auf die Shipping Velocity und auf die Klarheit der Value Proposition - nicht nur als formulierte Aussage, sondern idealerweise direkt im Produkt erkennbar.
Technisch wird dies über eine MCP-Integration ermöglicht. Projekte können angebunden und analysiert werden, mit dem Ziel, ein strukturiertes Feedback in Form eines Investor Verdicts zu liefern. Entscheidend ist dabei weniger die einzelne Bewertung als vielmehr die Dynamik, die daraus entsteht.
Denn im Unterschied zum klassischen Pitch-Prozess, der oft punktuell stattfindet und stark auf Vorbereitung ausgerichtet ist, entsteht hier ein kontinuierlicher Loop: bauen, analysieren lassen, weiterentwickeln, erneut bewerten. Fortschritt zeigt sich nicht mehr primär in der Qualität der Präsentation, sondern in der Substanz der Umsetzung.
Diese Logik passt deutlich besser zur Art und Weise, wie heute viele AI-getriebene Projekte entstehen. Die Eintrittsbarrieren sind gesunken, die Geschwindigkeit hat zugenommen, und damit auch die Anzahl an Projekten, die sehr früh erste Signale erzeugen, obwohl sie noch weit davon entfernt sind, "fertig" zu sein.
Genau diese Phase ist aus Investorensicht besonders spannend, aber gleichzeitig schwer greifbar. Klassische Bewertungsmechanismen stossen hier zunehmend an ihre Grenzen.
Was bedeutet das konkret für Investments bei The Vibe VC?
Trotz des produktnahen Ansatzes achten wir bewusst auf wenige, dafür aussagekräftige Signale: Ein ausreichend grosser Total Addressable Market, eine präzise und verständliche Value Proposition, erste Anzeichen von Traction sowie die Founder-Persönlichkeit inklusive ihrer bisherigen History.
Gleichzeitig verstehen wir uns explizit als erster Investor. Mit kleinen Tickets ermöglichen wir einen initialen Proof of Concept – und setzen genau dort an, wo klassische Modelle oft noch zu früh sind.
Wer neugierig ist, kann den nächsten Schritt direkt selbst gehen: unseren MCP-Server in die eigene Vibe-Coding-Umgebung integrieren, und das eigene Projekt für sich sprechen lassen.