Produktivität und Fokus im Startup
13.03.2018
Seit beinahe einem Jahr habe ich keinen Blogbeitrag mehr verfasst. Das kann nur eines bedeuten: Ich bin stark eingespannt und fokussiere mich auf mein Startup. Um meine Produktivität und den Fokus zu verbessern, habe ich meine tägliche Routine angepasst, aber auch Methoden ausprobiert, um aus der Routine auszubrechen.
Focus Time: Emails nur zu gewissen Zeiten beantworten
Bis vor einigen Monaten war mein Gmail-Fenster eigentlich immer geöffnet, und durch Push Notifications im Browser hatte ich sichergestellt, dass ich garantiert keine Email verpasse. So nützlich es auch sein kann, immer auf dem Laufenden zu bleiben, so gross ist die Ablenkung: Jede Mail-Notification lenkt für einige Augenblicke von der Arbeit ab - und schon ist die Konzentration dahin.
Deshalb habe ich für mich fixe Mail-Zeiten eingeführt: Ich lese und beantworte Emails nur noch frühmorgens, um 13.00 Uhr sowie abends nach 17.00 Uhr. In der restlichen Zeit bleibt Gmail (beinahe) konsequent geschlossen. Auch auf Slack mute ich Benachrichtigungen während Fokuszeiten stundenweise. Wir motivieren auch unser Team dazu, Slack während wichtigen Arbeitsschritten stummzuschalten. Das erste Zwischenfazit ist durchaus positiv Für ganz wichtige Breaking News nutzen wir WhatsApp als Backup - was aber nur rund einmal in zwei Monaten vorkommt.
Fasten erhöht die Produktivität
Ich versuche, mich so gesund wie möglich zu ernähren. Selbstverständlich klappt das nicht immer, und vor allem mein (zuckerloser) Energy-Drink-Konsum ist nach wie vor viel zu hoch.
Hin und wieder challenge ich mich gerne selbst, beispielsweise mit einem Marathonlauf. Da grössere sportliche Herausforderungen wegen Knieproblemen nicht drinliegen, habe ich im letzten Jahr als Test eine Woche lang gefastet. Die ersten beiden Tage - nur mit Tee und Bouillon - waren erwartungsgemäss hart, da sich der Körper für die ausbleibende Ernährung mit Unterzuckerung gerächt hat. Am dritten Tag ist ein für mich überraschendes Phänomen aufgetreten: Anstatt wie erwartet schlapp habe ich mich ausgesprochen energetisch gefühlt, ich konnte mich viel besser konzentrieren und benötigte weit weniger Schlaf.
Die erhöhte Produktivität hält jeweils mehrere Wochen nach Ende der Fastenperiode an. Unter anderem deshalb faste ich nun ein- bis zweimal pro Jahr.
Bei angenehmen Temperaturen arbeitet sich besser
Das Wetter hat keinen unerheblichen Einfluss auf meine Konzentrationsfähigkeit. An den ersten warmen Tagen im Frühling sinkt in der Regel meine Konzentration, weil es mich dann in die Natur zieht und ich nach der Kälte dringend Sonne benötige. Ich setze mich mit dem Laptop an die Sonne oder lege, falls möglich, eine Sportpause ein.
Sport draussen schlägt dann jeweils drei Fliegen mit einer Klappe: Ich bin an der frischen Luft, auf meiner Joggingstrecke kann ich meinen Gedanken freien Lauf lassen, und nach sportlichen Aktivitäten kann ich mich deutlich besser konzentrieren.
Die für den Menschen optimale Wohlfühltemperatur liegt irgendwo zwischen 23-27°C. Unter anderem deshalb habe ich mich in diesem Winter mehrmals für einige Wochen in Dubai aufgehalten. Die Temperaturen hier liegen im Winter praktisch immer im Wohlfühl-Range, und bei konstantem Sonnenschein habe ich auch nicht das Gefühl, dass ich draussen etwas verpasse. Mit VPN und lokaler SIM-Karte kann ich von hier aus arbeiten wie von daheim, aber dennoch alle paar Tage über Mittag für eine Stunde an den Strand, um Vitamin D zu tanken und Artikel zu lesen.
Die Zeitverschiebung (im Winter CET +3h) macht es sehr einfach, bereits einige Stunden zu arbeiten, bevor das Team in Europa aufwacht.
Und sonst?
genügend Schlaf
ich trinke viel Wasser
hin und wieder Eisentabletten als Nahrungsergänzung
ich versuche, Coke Zero und Energy Drinks mit Koffeintabletten zu substituieren
Wie steigert Ihr Eure Produktivität? Ich freue mich auf Eure Tipps!